Let's talk about Money

Aktualisiert: Aug 21

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Du möchtest mehr Gehalt verdienen?

Fühlst Du Dich ungerecht bezahlt und möchtest an dieser unbefriedigenden Situation etwas verändern? Leichter gesagt, als getan, denn laut einer Studie von StepStone aus dem Jahr 2019 verbindet jede*r Zweite mit dem Thema Gehaltsverhandlung unangenehme Gefühle!

Ich bin nicht gut genug um eine Gehaltserhöhung zu erhalten
Ich möchte keinen unverschämten Eindruck zu hinterlassen
Ich habe Angst zu scheitern

Diese und ähnliche Gefühle führen dazu, dass nur wenige den Schritt in die Gehaltsverhandlung wagen. Die Gehaltsverhandlung fühlt sich wie ein Wagnis an und viele scheuen aufgrund von Ängsten und Unsicherheiten dieses „Risiko“.

Allzu häufig lassen wir uns von unseren Gefühlen und Emotionen leiten. Die aber haben bei einer Gehaltsverhandlung nichts zu suchen. Habe immer vor Augen - so wie Du Deinen Job machst, indem Du mehr Gehalt forderst, macht Dein Verhandlungspartner seinen Job, indem er versucht, möglichst viel Geld einzusparen. Sei Dir sicher, Deine Forderung nach mehr Gehalt wird bei Deinem Gegenüber in den meisten Fällen nicht auf direkte Akzeptanz stoßen. Trotz allem möchte Dir Dein Verhandlungspartner nichts Böses, sondern genau wie Du möglichst gut seinen Job machen.

Wie aber machst Du Deinen Job in der Gehaltsverhandlung möglichst gut?

Die Vorbereitung

Ausschlaggebend für eine sichere und souveräne Gehaltsverhandlung ist die Vorbereitung. Du bist für Dich und Dein Gehalt verantwortlich, also hole Dir das dafür benötigte Rüstzeug. Zu Beginn beantworte Dir die Frage, welches Gehalt Du verdienen möchtest? Ich lege Dir ans Herz, in Erfahrung zu bringen, wie viel Gehalt Du realistisch verlangen kannst. Auch wenn heutzutage immer noch ungerne über das Thema Gehalt gesprochen wird, rate ich Dir, Dich bei Kollegen und Kolleginnen schlau zu machen, wo die Range für Deine Position und Deine Erfahrungen anzuordnen ist. Starte eine Umfrage, recherchiere, denn wenn Du weißt, dass Dein Wunschgehalt realistisch ist, wirst Du für dieses sicherer und klarer in der Verhandlung einstehen.

Bereite Argumente vor, die Deine Gehaltserhöhung untermauern:

Was sind Deine Aufgaben im Unternehmen?
Hast Du Mitarbeiterverantwortung?
Zu welchen erfolgreichen Projektabschlüssen hast Du beigetragen?
Was hast Du geleistet und was leistest Du aktuell?

Bitte mache nicht den Fehler und gehe davon aus, dass Dein*e Vorgesetzte*r alle Deine Aufgaben kennt. Wenn es um Dein Aufgabengebiet geht, bist Du der Profi und der Gehaltsgespräch bietet Dir den Raum, Dich und Deine Leistungen klar, deutlich und präzise zu präsentieren. Ein Leistungstagebuch kann Dir bei der Aufschlüsselung Deiner Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Erfolge helfen. Starte noch heute und notiere Dir ab sofort jeden Abend Deine erledigten To Do`s des Tages.

Das Gespräch

Dass eine Gehaltsverhandlung Spaß und Freude bereiten kann, liegt zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich ausserhalb Deiner Vorstellungskraft. Ich verspreche Dir schon jetzt, hast Du Dich gut und ausreichend für Dein Gehaltsgespräch vorbereitet, wirst auch Du in den Genuss dieser positiven Gefühle kommen.

Ich erkläre Dir auch warum:

Du wirst aus der Gehaltsverhandlung mit einem Ergebnis herausgehen. Auch wenn es nicht direkt die geforderte Erhöhung ist, so wird es beispielsweise ein Folgegespräch, mehr Urlaubstage oder ein anderes Commitment sein. (Anmerkung Annika: Löschen oder lassen?)

Wichtig - nenne in dem Gespräch unbedingt Dein gewünschtes Gehalt, und das möglichst zu Beginn. Im besten Fall spricht Dein*e Verhandlungspartner*in die Gehaltsanpassung an. Sollte das nicht passieren, musst Du aktiv werden und Deine Zahl platzieren. Formuliere Deine Argumente für Dich und Deine Arbeit und nenne dann Deine Zahl. Anschließend heißt es Abwarten und Schweigen.

Dein Gegenüber wird nun reagieren. Wie aber verhält Du Dich, wenn Deine Forderung nicht auf direkte Zustimmung stößt? Stelle Dich auf Aussagen wie

„Die Forderung ist völlig überzogen“

oder

„So viel verdient niemand hier im Unternehmen“

ein.

Lasse Dich von diesen aber unter gar keinen Umständen aus der Ruhe bringen. In unangenehmen, konfliktbehafteten Situationen reagieren gerade wir Frauen häufig mit Erklärungen, Rechtfertigungen oder gar Entschuldigungen. Das solltest Du unbedingt vermeiden. Du hast Dich ausgiebig vorbereitet, Deine Argumente sind schlüssig und Deine Zahl ist realistisch, Du hast Klarheit geschaffen, also bewahre die Ruhe und halte die Gesprächspausen aus!

Dein*e Verhandlungspartner*in wird das Gespräch irgendwann zu seinem Ende bringen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gehaltsentscheidung vertagt wird, ist in den meisten Fällen hoch. Jetzt liegt es an Dir mit einer Verbindlichkeit aus der Gespräch zu gehen. Frage nach einem neuen Termin und mache direkt einen fixen Zeitpunkt aus. Solltest Du bis zu diesem Tag nichts von Deinen Vorgesetzten gehört haben, nehme bitte Kontakt auf und mache Dich und die ausstehende Entscheidung wieder zum Thema. Stehe für Dich ein, frage nach, bleibe beharrlich und lasse Dich nicht vertrösten.

Im Folgegespräch wird Dir eine Summe angeboten, aber was tust Du, wenn diese fernab Deiner ursprünglichen Forderung liegt?

Ganz wichtig - Du musst nicht auf das Angebot eingehen! Verweise auf Deine Argumente und Deine geforderte Summe und frage nach, wie es in Anbetracht der großen Spanne zwischen Forderung und Angebot weitergeht. (Anmerkung Annika: hier bedarf es noch ein zwei Sätzen….)

Sollte eine Gehaltserhöhung zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich nicht möglich sein, so schaffe auch hier Verbindlichkeiten, was das nächste Gespräch angeht. Mache einen Zeitpunkt aus, wann das nächste Mal gesprochen wird und fixiere die Ergebnisse und Absprachen des Gesprächs in einer E-Mail an Deine Vorgesetzten.

Habe ich Dein Interesse geweckt?

Dann abonniere für weitere Denkanstöße und Impulse rund um das Thema Gehaltsverhandlung gerne meinen Podcast „Dein Gehaltspodcast - Verdiene was Du willst“ und trete meiner Facebook-Gruppe „Gehaltsverhandlung für Frauen“ bei.








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© 2020 Asita Rademacher