Übe laut!

Aktualisiert: Okt 29


Den Gedanken an Deine Gehaltsverhandlung empfindest Du als unangenehm, Du fühlst Dich unsicher und gehemmt? Die inneren Blockaden lassen Dich zweifeln, ob Du einer Gehaltsverhandlung gewachsen bist? Solche Gefühle sind völlig normal und absolut okay, denn das Thema Gehaltsverhandlung ist Neuland für Dich. In der Schule, in der Ausbildung oder im Studium lernen wir so viel, aber wie wir uns richtig auf eine Gehaltsverhandlung vorbereiten, wie wir für uns und unsere Leistungen einstehen, dazu wird uns kein Wissen vermittelt.

Wie aber überwindest Du Deine Unsicherheit und Deine Ängste?

Die richtige Vorbereitung ist das A und O.

Wichtig hierbei - plane genügend Zeit ein, denn nur wenn Du Dich längerfristig auf das Gehaltsgespräch vorbereitest, verspürst Du die Sicherheit und Klarheit, die so wichtig und ausschlaggebend für Deine Gehaltsverhandlung sind.

Halten wir fest:


Du weißt bereits, welches Gehalt Du bei der Verhandlung fordern wirst

Deine beruflichen Ziele und nächsten Karrieresteps hast Du bestimmt

Du hast schlagkräftige Argumente für Dich und Deine Leistungen formuliert

Du bist auf Gegenargumente vorbereitet

Kurz gesagt, Du bist für Deine Gehaltsverhandlung vorbereitet.

Der alles entscheidende Punkt allerdings fehlt noch. Denn der Leitfaden für Deine Verhandlung existiert bislang nur in Deinem Kopf und im besten Fall auf dem Papier. Einer der wichtigen Schlüssel für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung ist das laute Aussprechen. Häufig liegen Welten zwischen den formulierten, Worten in unserem Kopf und dem, was wir schlussendlich tatsächlich laut aussprechen. In der Theorie, also in Deinen Gedanken, meisterst Du argumentativ, schlüssig und souverän das Gehaltsgespräch, in der Praxis, der realen Situation, läuft dies aber nicht zwingend genauso ab.


Stelle Dir vor, Du sprichst Deine Forderungen und Deine konkrete Zahl das erste Mal in Deinem Verhandlungsgespräch laut aus. Vermutlich werden sich Deine Worte für Dich seltsam anhören. Und genau dieses Empfinden, dass sich etwas seltsam oder merkwürdig anfühlt, kann dazu führen, dass Du ins Stocken gerätst. Sind die Forderungen erst einmal laut ausgesprochen, kann es sein, dass sie Dir plötzlich überzogen oder gar unverschämt erscheinen. Vor allem aber fehlt Deinen Worten die Power, die Aussagekraft. Man merkt Dir an, dass Dir die Situation unangenehm ist, Du nicht aus voller Überzeugung für Deine Ziele einstehst. Kurz gesagt, Du stolperst über Dich und Deine eigenen Forderungen. Die Reaktion Deines Gegenübers - egal ob Worte, Gestik oder Mimik - tun ihr Übriges dazu und die Unsicherheit macht sich in Dir breit.

Üben, Üben, Üben

Damit Dir dieses Szenario erspart bleibt, hilft nur ein: Üben. Präpariere Dich für die Praxis. Sprich Deine Zahl wieder und wieder laut aus, ebenso Deine Argumente und Forderungen. Führe das Gespräch laut mit Deinem:Deiner imaginären Verhandlungspartner:in, denn nur so kannst Du Deine inneren Blockaden und Hemmungen überwinden.

Sobald Du aktiv wirst und in die Handlung gehst, wird es sich am Ende auszahlen! Mit ausreichend Vorbereitung und Übung wirst Du Deine Gehaltsverhandlung sicher und souverän meistern.

Ist es endlich soweit und der Tag des Verhandlungsgesprächs ist gekommen, ist es vollkommen okay, dass Dich trotz allem eine gewisse Aufregung und ein mulmiges Gefühl begleiten können. Dieses Gespräch ist eine Premiere für Dich, denn es ist Deine erste gut vorbereitete Gehaltsverhandlung. Mit jeder weiteren Gehaltsverhandlung wird sich Dein Selbstvertrauen in Dich und Dein Verhandlungsgeschick steigern und Du wirst diese mit wachsender Leichtigkeit und Gelassenheit meistern und erleben.

Du hörst lieber Podcast? Dann höre jetzt hier die Folge zum Text.





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